Richter Auslegung

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Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 21.02.2010 20:30

Rechtzeitung auf den "Richter" Zyklus am Sonntag in den Christlichen Versammlungen an der Hertenstrasse 18 bekomme ich die Schriftlesung / Auslegung von CAC, gelesen von Martin W. Herzlichen Dank!

Richter KP 1
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Denn von IHM und durch IHN und für IHN sind alle Dinge; IHM sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen!
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Schween » 21.02.2010 23:12

Ich kann auch eine Bibelarbeit über das Buch Richter sehr empfehlen:
Das Buch Richter (Zip-Archiv, 637 Mbyte)
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 22.02.2010 12:56

Heilsverlierer Irrlehre
Lieber Schween
der Download ist mir auf dem angegebenen Weg nicht geglückt aber auf der angegebenen Website habe ich eine, wenn nicht die schrecklichste Irrlehre gefunden.
Eine der am häufigst verbreiteten und das Erlösungswerk mit Füssen tretenden Irrlehre ist die Irrlehre der Heil durch Werksgerechtigkeit.
Sie ist soviel ich weiss die einzigste Irrlehre, mit der man sich gleich selbst verdammt!
(Galater Brief)
In Christlichen Versammlungen werden solche Menschen nie zum Brotbrechen zugelassen! Sie haben keine Heilsgewissheit und keine Heilssicherheit und wollen sie auch nicht, weil ihnen der Glaube fehlt.
Interessant ist, das einige der Schlachter 2000 Übersetzer diese Irrlehre systematisch verbreiten.
In der Schlachter 2000 steht aber kein Satz, wo man nur im entferntesten denken könnte, dass Gott das Werk seines eigenen Sohnes derart schmälert, dass ER Menschen auf Grund ihres positiven Lebens am Leben erhält.
Reinster teuflischer Betrug x Irrsinn.

Albversönungsirrlehre und Calvinismusirrlehre geht in die andere Richtung.
Beide erwarten nichts vom Menschen, nicht einmal mal die Bekehrung.
Diese Heilsverliererirrlehrer hingegen erwarten nichts von Gott.
Sie irren, weil sie die Schriften nicht kennen.

IRRLEHRE
6. DAS HEIL
ist eine vollkommene, ewige Erlösung durch die Gnade Gottes. Es wird nicht auf sakramentalem Weg, sondern als freies Geschenk durch den persönlichen Glauben an den Herrn Jesus Christus und sein vollendetes Werk am Kreuz auf Golgatha empfangen (Röm 3,24.28; Tit 3,5-7).
Die Bibel sagt, dass der Herr seine Kinder durch den Glauben zur Seligkeit bewahrt (1Petr 1,3-5). Durch fortgesetztes, absichtliches Sündigen bzw. Abwenden von Jesus Christus ist es möglich, vom Glauben abzufallen (Hebr 3,12; Offb 2,5; 2Petr 2,21).
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Schween » 22.02.2010 21:13

Hans Peter hat geschrieben:der Download ist mir auf dem angegebenen Weg nicht geglückt

Bei mir geht's ohne Probleme mit "Ziel speichern unter..."
Hans Peter hat geschrieben:Eine der am häufigst verbreiteten und das Erlösungswerk mit Füssen tretenden Irrlehre ist die Irrlehre der Heil durch Werksgerechtigkeit.

Das Finden einer solchen Werksgerechtigkeitslehre kann ich nach meiner Erfahrung nicht bestätigen.
Falls du Karl-Hermann Kauffmann damit meintest, der lehrt alles andere als Werksgerechtigkeit. Sicher vertritt er, nicht unberechtigt, die Auffassung, dass ein freiwilliges Zurückgehen eines Gläubigen in die Welt und dadurch ein Verzicht auf das Zumzielekommen des Glaubensleben möglich ist. Aber Werksgerechtigkeit lehnt er unmissverständlich ab, das wird sehr klar in seinen Predigten. Ich hab selten von so einer deutliche Betonung der Gnade Gottes gehört.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Simeon87 » 22.02.2010 21:29

Schween hat geschrieben:
Hans Peter hat geschrieben:der Download ist mir auf dem angegebenen Weg nicht geglückt

Bei mir geht's ohne Probleme mit "Ziel speichern unter..."
Hans Peter hat geschrieben:Eine der am häufigst verbreiteten und das Erlösungswerk mit Füssen tretenden Irrlehre ist die Irrlehre der Heil durch Werksgerechtigkeit.

Das Finden einer solchen Werksgerechtigkeitslehre kann ich nach meiner Erfahrung nicht bestätigen.
Falls du Karl-Hermann Kauffmann damit meintest, der lehrt alles andere als Werksgerechtigkeit. Sicher vertritt er, nicht unberechtigt, die Auffassung, dass ein freiwilliges Zurückgehen eines Gläubigen in die Welt und dadurch ein Verzicht auf das Zumzielekommen des Glaubensleben möglich ist. Aber Werksgerechtigkeit lehnt er unmissverständlich ab, das wird sehr klar in seinen Predigten. Ich hab selten von so einer deutliche Betonung der Gnade Gottes gehört.


Lieber Schween,

jeder der meint, das Heil sei verlierbar, macht das Heil vom Menschen, insbesondere von seiner Treue, abhängig.
Ein Anhänger dieser Irrlehre sagt immer: Du bist vollkommen sicher, wenn.... oder du bist sicher in Jesu Armen, wenn etc.
Das macht das Heil letztlich von Werken abhängig. Das Prinzip "Allein durch die Gnade" wird damit mit Füßen getreten.
Die Sicherheit meines Heils liegt nicht in meiner Treue, sondern in der Gnade und Liebe Gottes.
Das diese Lehre mittlerweile im deutschsprachigen Raum Verbreitung geunden hat, liegt an dem starken Zuwachs von russlanddeutschen mennonitschen Gemeinden, die diese Lehre vertreten. Aber auch Pfingstler und Anhänger der Heiligungsbewegung vertreten diese Lehre.
Ich vermute, bin mir aber nicht sicher, dass KHK sich lehrmäßig aus diesen beiden Quellen zur Begründung dieser Lehre speist (Er ist Ex-Pfingstler).
Im Herrn verbunden

Simeon
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 22.02.2010 22:04

Lieber Simeon
Ich weiss nicht, wer den Weksgerechtigkeits Unsinn in der besagten Website geschrieben hat.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Schween » 22.02.2010 23:27

Simeon87 hat geschrieben:jeder der meint, das Heil sei verlierbar, macht das Heil vom Menschen, insbesondere von seiner Treue, abhängig.

Naja, wenn du so argumentierst, dann wäre ja die Entscheidung zur Bekehrung auch ein Werk. Alternativ könnte ein Mensch sich nie alleine entscheiden und wäre eine Marionette Gottes. Ich glaube, diese zwei Denkmodelle sind beide falsch: Die Rechtfertigung aus Werken, aber auch die Prädestination.
Das führt uns wieder zum Thema "freier Wille" zurück.
So wie die Bibel in Hebr 4,7 bezeugt: Der Herr bestimmt den Tag, aber der Mensch muss reagieren (das hat dann auch nichts mit Werksgerechtigkeit zu tun).
Simeon87 hat geschrieben:Ich vermute, bin mir aber nicht sicher, dass KHK sich lehrmäßig aus diesen beiden Quellen zur Begründung dieser Lehre speist (Er ist Ex-Pfingstler).

Richtig, er WAR Pfingstler. Das heißt aber nicht, dass er diese Einflüsse nicht radikal hinter sich gelassen haben kann.
Und wenn man mal ein paar seiner Zeugnisse, Predigten und Bibelstunden hört, dann merkt man das auch. Da ist Buße vorhanden und ein Ringen um die Wahrheit, den Herrn Jesus, um jeden Preis. Der Herr bewahre es.
Manchmal kommt es mir unter den Brüdern vor wie in der Politik, nur eben auf dem Gebiet von Theologie. Aber viel wichtiger ist doch die Praxis im Glaubensleben (1Kor 13,2)
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon HaraldZ » 23.02.2010 01:16

An alle IChkanndasHeilwiederverlieren-Vertreter,

habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, welchen Geist man haben muss, um freiwillig in die Verdammnis zu gehen? Ist dieser Geist in einen Wieder-geborenen zu finden? Wenn ja, zeige mir im NT eine Bibelstelle...

Anderes Beispiel: Jesus kommt und holt die seinen zu sich in die Luft (Herrschaftsbereich Satans) und mitten in der Luft fällt einem Christen ein: Och Jesus, irgendwie hab ich jetzt Lust auf Hölle, nett dass du für mich gestorben bist, aber ich leide lieber ewig...zudem bestehe ich auf meinen Willen...hm, soll Jesus ihn jetzt wieder runter werfen? Wo stünde vergleichbares in der Bibel? Kann, wenn der Heilige Geist in einem wohnt, wenn der Vater und der SOHN Wohnung in ihm halten, überhaupt ein solcher Gedanke aufkommen? Zeige mir eine Bibelstelle...

Was ist dann im Reich Gottes, sagen wir nach 94 Billionen Jahren, da fällt einem Christen ein, dass er eigentlich einen freien Willen hat und möchte den gegen Gott einsetzen....fliegt der dann aus dem Reich Gottes wieder raus? Wenn du das glaubst, dann musst du zwangsläufig auch glauben, dass er, wenn er in der Hölle ist, auch die Verdammnis verlieren kann in dem er sich freiwillig für Jesus entscheidet...stünde so etwas im Wort Gottes? Zeige mir eine Bibelstelle.

Wenn Jesus alle Sünden für dich bezahlt hat, sich beim Vater bedankt fpr alle die der Vater seinem Sohne gegeben hat, muss dann Jesus dennoch Angst haben einen zu verlieren, obwohl Jesus sagte, NIEMAND (auch du selbst nicht) wirst dich aus seiner Hand reißen??? Kann man Gott täuschen? Zeig mir eine Bibelstelle...

Die Bibel hat ca. 20 Kapitel über Schöpfung und Sündenfall und ca. 1280 Kapitel die sich nur mit dem Heil der verlorenen beschäftigt...1280 umsonst, da man eh wieder alles verlieren kann?

Ich kann nur unterstreichen was Hans Peter bereits schrieb: Das ist DIE Irrlehre der Neuzeit, der Endzeit, die Jesus mit Füßen-tretende Irrlehre Nr. 1

Wenn ich mein Heil verlieren kann, kann ich danach wieder wieder geboren werden, wenn ja wie oft...kann ich heute Christ, morgen Muslim und übermorgen wieder Christ dann wieder Muslim sein? Wenn jemand das denkst, kann man da sagen er hat den Heiligen Geist, er ist wieder geboren? NEIN sage ich.
Wie sehr müssen diese Menschen in ihrer Angst selbst im Heil zu versagen leben..wo doch Jesus uns KEINEN Geist der Angst gab, sondern den Geist der Wahrheit..wer aber in der Wahrheit IST, geht er dann aus eigenem WILLEN von Gott weg? Was bitte ist das für ein Glaube? Mit der Bibel hat das aus meiner Warte nichts mehr zu tun.


Möge der Geist Gottes uns allen Klarheit und Erkenntnis in die Herzen legen.

Herzlichst
Harald
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon bobby » 23.02.2010 09:14

Zuvieles eigenes Denken bringt Irrlehre hervor. Gerade "kluge Leute", deren Klugheit nach 1.Kor.1+2 verworfen wird, haben die Verwirrung im (Schein-) christlichen Bereich zu verantworten. Spurgeon wurde Calvinist wegen seiner unübertroffenen Klugheit, mit der er ein theologisches System forderte ( siehe Spurgeon wie ihn keiner kennt, zum 100.Todestag....), oder Luther, Calvin, die mir total überlegen sind/waren im Denken.
Glauben wie die Kinder .... sagte unser Herr Jesus, genau das tue ich.
Daß ich von neuem geboren werden konnte war SEIN Werk, daß ER mich dazu aufrief auch. Daß ich JA sagen durfte ist/war KEIN Werk sondern eine Antwort.
Wenn mich früher meine Mutter zum Essen rief, ich antwortete :ja, ich komme, war da irgendein Werk von mir zu sehen?
Nein, alles hatte meine Mutter vollbracht, ich mußte aber kommen, was KEIN Werk war!(Nicht mal das Essen war ein Werk!)

So auch im Glauben LEBEN! Ein einmaliger Akt der Bekehrung hat EWIGES LEBEN zur Folge .Nur wer dieses EWIGE LEBEN hat, weiß daß es EWIG ist und nicht wiederholbar/verlierbar sein kann.Wer in das Reich unseres HERRN Jesus eingegangen ist, steht unterSEINEM Schutz, ER hält SEINE Kinder.

Diese Gewißheit kann niemand einem Kind GOTTES nehmen.
Liebe Grüße bobby!
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 23.02.2010 13:30

Lieber Bobby
herzlichen Dank!
Die Irrlehre des Wiederverlorengehenkönnens wird ja von Schnellschussevangelisten in die Welt gesetzt um ihre Leichen im Keller erklären zu können.
Wer aber durch den Geist Gottes durch das Wort selbst zum Kreuz geführt wurde, würde es nie wagen, an der Errettung eines Erretteten zu zweifeln.

Aber ob jemand errettete ist, das ist die Frage.
Wir „wissen“ das nur punktuell und rückblickend.
Es glaubt doch hier im Forum wohl niemand, dass ich glauben muss, dass ein Irrlehrer und moralisch verderbter Mensch, auch wenn er Bibeln übersetzt und Bücher geschrieben hat und 10000 Predigten gehalten hat, dass ich deswegen glauben muss, dass er errettet sei?
Man ist errettet, wenn man errettet ist.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Schween » 23.02.2010 19:09

Es wird ja gradezu getan, als hätte jemand behauptet, bei der kleinsten unbereinigten Sünde, wäre man nicht bei der Entrückung dabei. Dem wird definitiv nicht so sein. Dennoch halte ich es - wenn auch lediglich als ein Verstocken im Endstadium von Verstrickung in Verführungen und des Raumgebens dem Teufel - für möglich, dass es auch für Gläubige eine folgenschwere Abkehr von Gott gibt. Der Herr allein weiß, wann ein Herz so verstockt ist, dass Umkehr nicht mehr möglich ist, und dann schickt Er auch das Gericht (2Mo 4,21; Mt 12,31; 2Thess 2,11; Röm 1,21-25 - ich weiß, die Stellen sind alle für Ungläubige, aber sie zeigen das unwiderufliche Gericht der Verstockung).

Die Frage ist doch auch, ist der Mensch nach seiner Wiedergeburt vom Heiligen Geist fremdbestimmt? Wohl eher nicht, denn der Heilige Geist wirkt mit dem wiedergeborenen Geist zusammen (Röm 8,16 griech.: "syn-martyreo" = "mit Ihm zusammen zeugen"). Der Heilige Geist beherrscht und unterwirft sich den Willen des Menschen doch nicht aktiv, sondern wir sollen Ihm uns demütig selbst unterstellen.
Seid ihr nach eurer Wiedergeburt vollkommen und ständig, Herrscher über euer Fleisch und über die Sünde oder Resistent gegenüber jeder Lüge?

Nach dem irdischen Tod vergeht natürlich das, was zeitlich ist und bleibt, was ewig ist. Also: die vorher schon angefangene neue Schöpfung wird zur Vollendung gebracht. Mit dem Wegfall des Fleisches, fällt natürlich auch jede Anfechtung weg, es wird gar nichts mehr geben, was unseren Willen zur Trennung von Gott beeinflussen könnte, die Sünde wird es nicht mehr geben.
In der Hölle ist kein Heiliger Geist, also wird auch die Bekehrung dort nicht möglich sein.
Das Gedankenmodell, dass man das irdische Leben mit dem ewigen Leben in den Ewigkeiten der Ewigkeit ein-zu-eins vergleichen wolle, geht nicht auf, denn hier sind wir eine Mischung aus zeitlichem (Leib) und Ewigen (wiedergeborener Geist).

Wenn wir in Christus bleiben, wird wahrlich niemand aus Seiner Hand gerissen; welch herrliche Verheißung gibt uns die Bibel in Joh 10,28-29!! Allerdings steht auch nichts davon, dass man nicht mehr selbst entscheidend aus der Hand herausgehen kann. Auch nach der Wiedergeburt sind wir keine Marionetten des Heiligen Geistes, das lehrt die Bibel an keiner Stelle.

Die Argumentation: "Die Bibel hat ca. 20 Kapitel über Schöpfung und Sündenfall und ca. 1280 Kapitel die sich nur mit dem Heil der verlorenen beschäftigt...1280 umsonst, da man eh wieder alles verlieren kann?" kann ich nicht nachvollziehen. Warum sollte Gott so viele Kapitel schreiben lassen, wenn "nur eine Wiedergeburt" reichen würde? - Versteht mich bitte nicht falsch, das soll auch nicht bedeuten, dass man aus weiteren Werken des Glaubens die Rechtfertigung aufrecht erhalten müsse. Das würde ich auch als eine sehr unbiblische Interpretation von Gnade sehen.
Die Gegenfrage ist: Warum sollte das Neue Testament so viele Warnungen schreiben, die Sünde als so gefährlich darstellen, wenn ein Gläubiger nie wieder davon zu Fall gebracht werden könnte?
Es sind alles nur Fragen, über die wir spekulieren können, aber ich weiß nicht, ob diese Lehre gefährlicher: Wenn ich sage, man kann nach der Wiedergeburt nicht mehr verloren gehen, und irrt sich dann.

Wenn man in der Gnade Jesu Christi bleibt, kann einem freilich nichts passieren. Aber es gibt Anfechtungen, ein Trachten des Fleisches, ein Bestreben des Teufels, die Blicke vom vollkommenen Opfer in Jesu Christi wegzuziehen, solange wir hier in dieser sterblichen Hülle hausen.
Ich denke, die Frage ist und bleibt: Bleiben wir dran (Hebr 13,7)?! Überwinden wir bis zum Ende (Mt 24,13; Offb 12,11)?! Bleiben wir ständig in der richtigen Stellung zum Herrn (Joh 15,1-11)?
Oder bildlich: Bleiben wir beim Betreten des verheißenen Landes stehen und vertreiben wir die Kanaaniter nicht ganz (Ri 1,27-33), was uns durch den Sauerteigeffekt zum Verhängnis werden wird (Ri 4,2 - wo wir wieder beim Titelthema wären -)? Oder nehmen wir auch das verheißene Land ganz ein bis zum Ende (Sach 14,21), bis zum endgültigen Sieg, der bei uns auf dem Totenbett oder bei der Entrückung sein wird (1Kor 15,52-58)?


Wie gesagt, es geht hier nicht um Werksgerechtigkeit, nicht um ein leichtfertiges Verlustiggehen des ewigen Lebens, sondern um das Gericht der Verstockung gegen Gott (auch bei Gläubigen, denn sie sind auch nur Menschen). Manchmal beendet Gott das Leben eines Gläubigen aus Gnade ja sogar, damit Er nicht so weit hineinschlittern kann (Apg 5,1-11; 1Kor 5,5; 1Kor 11,30-32) - warum sollte Er sowas tun, wenn das Verlorengehen prinzipiell nicht mehr möglich wäre??
Wir sind nicht Gottes leibliche Kinder, sondern adoptiert (Gal 4,5 griech. "uihothesia" = "Annahme an Sohnes statt"). Wir haben ein Unterpfand, noch nicht das volle Erbe (Eph 1,14). Wir sind nun nicht Sündlose, sondern weiter auf die Gnade des Herrn angewiesen (Hebr 12,28).

Und wenn dem allen nicht so ist, dann soll es mir auch recht sein. Aber das kann ich leider nicht so aus der Bibel entnehmen, was mich das ganze auch nicht verharmlosen lässt.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 23.02.2010 19:49

Lieber Schween
Wir sind, denke ich, nicht weit auseinander, wenn überhaupt. Wenn wir dann alle mal die selben Ansicht haben, kann ich das Forum sowieso dicht machen, wäre sehr schade, finde ich.
Selbstverständlich hat ein Wiedergeborener Verantwortung, er ist keine Marionette .
Selbstverständlich haben wir uns alle schon getäuscht in Menschen.
Der Punkt ist einfach der.
Weil man die Errettung nicht verlieren kann, weil sie mit dem ewigen Leben zusammenhängt, ist jemand der zurückgeht einfach nie errettet gewesen sondern auf dem Weg der Erretteten. (Christianisiert ohne Leben aus Gott)
Das ist wie die Einten im Hebräerbrief.
Sie haben sich unter die Christen gemischt waren aber keine. Das ist analog bei den meisten Evangelikalen Gemeinschaften .
Darum habe ich auch gewisses Verständnis der Aufnahme- Praxis der Exklusiven Brüder und ähnlichen Gemeinschaften. Sie wollen auf Nummer Sicher gehen und werden dabei voll sektiererisch. Sie gehen einfach den einfachen Weg.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Schween » 23.02.2010 21:30

Hans Peter hat geschrieben:ist jemand der zurückgeht einfach nie errettet gewesen sondern auf dem Weg der Erretteten. (Christianisiert ohne Leben aus Gott)

Ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach ist.
Müsste man sich dann nicht bei jeder Sünde und bei jedem Zweifel fragen, ob man überhaupt "richtig" bekehrt ist? Schürt das nicht auch Unsicherheiten bzgl. der Heilsgewissheit bei Schwachen im Glauben?

Ich weiß nicht, ob das zu kurz greift, wenn man alles unter "formell" abstempelt, wenn jemand zum Beispiel 30 Jahre dem Herrn treu nachgefolgt ist und sich über eine moderne Bewegung einer verführerischen Irrlehre vom Weg abbringen hat lassen. Warum warnt dann der Herr Jesus so ausdrücklich, wenn er in Mt 24,24 die Gefahr der Verführung der Auserwählten (hier steht unmissverständlich im griechischen "ekletos" = "die Herausgerufenen", das Wort, was uneingeschränkt die ekklesia, die Gemeinde, den Leib Jesu Christi bezeichnet) sieht, wenn uns nichts mehr passieren könne?
Es gibt ja einige Beispiele für Männer Gottes, die in einer Art "midlife"-Krise ihren Weg radikal von Gott getrennt haben, wo vorher sicher ein brennendes Herz da war. Man sieht ja auch an den Königen Israels und Judas, wie manche in ihrem Lebensabend nochmal einen anderen Weg einschlugen (manche zum Guten, manche zum Bösen).

Ich denke auch, dass, was ich aus deinen Beiträgen bislang entnehmen konnte, wir schlussendlich praktisch von etwas ähnlichem reden. Zumindest das Endresultat ist das gleiche: Wer den Lauf nicht vollendet, der kommt nicht zum Ziel (1Kor 9,24-27; Hebr 12,1-3).
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 23.02.2010 21:37

Ich denke auch, dass, was ich aus deinen Beiträgen bislang entnehmen konnte, wir schlussendlich praktisch von etwas ähnlichem reden. Zumindest das Endresultat ist das gleiche: Wer den Lauf nicht vollendet, der kommt nicht zum Ziel (1Kor 9,24-27; Hebr 12,1-3).


Lieber Schween
ich kann damit leben. Ich muss und will und werde mit der Hilfe des Herrn aus der Gnade des Herrn leben, bis ich vom Glauben zum Schauen komme.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon martin_1 » 24.02.2010 00:10

Lieber "Schween", lieber Hans Peter
Besten Dank für die letzt aufgeführten Beiträge mit welchen ich grosse Mühe habe.
Abschliessend gilt es also "den Lauf zu beenden" und dabei nicht nachzulassen?
Bin ich jetzt von Sinnen oder unfähig, dass von Euch Geschriebene zusammen zu fassen?
Ihr beide bekräftigt damit doch eindeutig die Verliebarkeit des Heils, in schönere Worte gefasst das "Nachträgliche aus der Gnade fallen". Nebst dem wendet Ihr Wörter wie "Hölle" auf das Vergangene und das Jetzt an und verbindet dies mit Entrückung. Sind wir uns einig, dass es die "Hölle" jetzt noch nicht gibt?

Bedenkt!
Zitat:
"Wenn Jesus alle Sünden für dich bezahlt hat, sich beim Vater bedankt fpr alle die der Vater seinem Sohne gegeben hat, muss dann Jesus dennoch Angst haben einen zu verlieren, obwohl Jesus sagte, NIEMAND (auch du selbst nicht) wirst dich aus seiner Hand reißen??? Kann man Gott täuschen? Zeig mir eine Bibelstelle..."

Herzlichen Gruss
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 24.02.2010 00:34

Ich denke auch, dass, was ich aus deinen Beiträgen bislang entnehmen konnte, wir schlussendlich praktisch von etwas ähnlichem reden. Zumindest das Endresultat ist das gleiche: Wer den Lauf nicht vollendet, der kommt nicht zum Ziel (1Kor 9,24-27; Hebr 12,1-3).


Lieber Martin
ich habe mich darauf bezogen. Ich antworte selten auf alles was vorher geschrieben wurde weil ich ja über die allermeisten hier gestelleten Fragen schon x Mal geschriebn habe

In vielen Dingen bin ich konsequent, dann wenn es um praktische Gemeinschaft geht. Hier im Forum versuche ich, das was mir der Herr aus dem Worte geschenkt hat weiterzugeben.
Aber ich will niemand zu einer geistigen Schraube führen. Aber immer wieder das Werk des Herrn den Geschwistern vor Augen zu führen, das ist unsere vornehmste Aufgabe.
Menschen die an der Heilssicherheit@Gewissheit Fragezeichen machen, habenn diese einfach noch nicht. Wenn man etwas nicht hat, dann hat mans eben nicht. Da muessen wir dann ansetzten.
Man muss ihnen den Unterscheide zwischen Stellung unsd Zustand vor Augen führen aber ihnen nicht Leben zusprechn das sie nicht haben.
Ewiges Leben auf Grund von nicht sündigen ist die Irrlehre von so manchem "Predigern" .
Ein wirklicher Lehrer wird das nie tun.

http://www.bibelkreis.ch/forum/sicherhe.htm
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon martin_1 » 24.02.2010 01:07

Lieber Hans Peter
Da muss und darf ich mich also gerne für meinen überreagierten Beitrag entschuldigen. Nach nochmaligen Durchlesen verstehe ich jetzt was gemeint war, die handfeste Untermauerung entsprechender Stellen aus der Schrift hat mir diesbezüglich sehr geholfen. Alles klar, tut mir leid!
Herzlichen Gruss
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Hans Peter » 24.02.2010 10:10

Hans Peter hat geschrieben:
Ich denke auch, dass, was ich aus deinen Beiträgen bislang entnehmen konnte, wir schlussendlich praktisch von etwas ähnlichem reden. Zumindest das Endresultat ist das gleiche: Wer den Lauf nicht vollendet, der kommt nicht zum Ziel (1Kor 9,24-27; Hebr 12,1-3).


Lieber Martin
ich habe mich darauf bezogen. Ich antworte selten auf alles was vorher geschrieben wurde weil ich ja über die allermeisten hier gestellten Fragen schon x Mal geantwortet habe. Mache ich auch geren.

In vielen Dingen bin ich konsequent, dann wenn es um praktische Gemeinschaft geht.
Hier im Forum versuche ich, das was mir der Herr aus dem Worte geschenkt hat, weiterzugeben.
Aber ich will niemand zu einer geistigen Schraube führen. Aber immer wieder das Werk des Herrn den Geschwistern vor Augen zu führen, das ist unsere vornehmste Aufgabe.
Menschen die an der Heilssicherheit@Gewissheit Fragezeichen machen, haben diese einfach noch nicht.
Wenn man etwas nicht hat, dann hat mans eben nicht. Da müssen wir dann ansetzen.
Man muss ihnen den Unterschied zwischen Stellung unsd Zustand vor Augen führen, aber ihnen nicht Leben zusprechen, das sie nicht haben.
Ewiges Leben auf Grund von "nicht (mehr) sündigen", ist die Irrlehre von so manchen "Predigern" .
Ein wirklicher Lehrer wird das nie tun.
Wer auch nur ansatzweise meint, dass das Heil ich Christo Jesu verlierbar sei, hat das Evangelium nie im Glauben aufgenommen sondern im Verstande. Das klappt nicht.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon HaraldZ » 24.02.2010 19:25

1. Johannes Kapitel 2 Vers 1 (Elberfelder 1905)
1Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, auf daß ihr nicht sündiget; und wenn jemand gesündigt hat wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesum Christum, den Gerechten.

Errettete werden dennoch sündigen, was sie brauchen ist Reinigung...was sie aber haben: Vergebung/Errettung/Erlösung.
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Re: Richter Auslegung

Beitragvon Jochebed » 24.02.2010 21:03

Liebe Brüder,

ich habe eine Frage wegen Verlierbarkeit des Heils bzw. vielleicht besser ausgedrückt "Nicht in IHM bleiben" oder in Sünde Verharren eines Wiedergeborenen Gotteskindes.
Was ist dann nun mit dem Bruder Ouweneel ??

In IHM verbunden
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"Senke meine Tritte ein in deine Fußstapfen, damit mein Gang nicht wankend sei!"
Psalm 17, 5
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