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„Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf dass wir in ihnen wandeln sollen.“ Eph. 2,10

 

„Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke.“ Joh. 14,10

 

Lieber Hans Peter,

 

ich glaube, wir sollten Epheser 2 grundsätzlich in Verbindung mit Johannes 14 – 16 verstehen. Zunächst erklärt der HERR JESUS uns in Johannes 14, dass er und der Vater wirklich und tatsächlich eine unauflös­liche Einheit sind. Mich fasziniert immer wieder Vers 10. Der HERR redet die Worte aber der Vater tut die Werke!

 

Nachdem wir in Kapitel 14 in das Geheimnis dieser innigen Verbindung eingeführt worden sind, in der der Vater die Werke tut, obwohl jemand, der die Dinge von außen betrachtet immer der Meinung sein musste, der HERR hätte die Werke getan, kommen wir in Kapitel 15 zu einer Erweiterung dieser Vater/Sohn Beziehung um solche, die in dem HERRN JESUS sind. Natürlich in Kapitel 15 zuerst die Jünger, aber durchaus auch wir.

 

In Kapitel 16 werden wir dann mit der Tatsache konfrontiert, dass es den Jüngern (damit auch uns) nützlich ist, wenn der HERR zum Vater geht, damit der Sachwalter kommen kann, den der HERR von dem Vater sendet.

 

Der HERR ist von dem Vater ausgegangen (herabgestiegen) und kehrt jetzt zum Vater zurück (steigt hinauf). Diesen Gedanken finden wir sowohl in Johannes 3 bei der Unterredung mit Nikodemus, als auch in Epheser 4 wieder.

 

ER ist als der Ewige Sohn durch die Zeugung des Vaters Mensch geworden und er erbringt jetzt den Beweis dafür, dass er der Mensch vom Himmel ist, indem er zu dem Vater zurückkehrt. ER geht ins Vaterhaus und dadurch können IHM alle folgen, die das Bild des Menschen vom Himmel tragen. Wir finden immer wieder in den Briefen den Gedanken, dass wir Himmelsbürger ja himmlische Menschen sind. Damit stehen die Geretteten im Gegensatz zu den irdischen Menschen, die aus Staub sind. (1. Kor. 15)

 

Wir sind in Christus (2. Kor. 5,17), Christus ist in uns (Kol. 1,27), wir sind gestorben und unser Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott (Kol. 3,3). Schließlich haben wir einen himmlischen Bau von Gott (2. Kor. 5,1).

 

Jetzt haben wir Eph. 2,10 komplett. Wir sind mit Christus in Gott! So wie der Vater durch den HERRN JESUS auf der Erde wirken konnte und durch den HERRN JESUS allein Werke des Vaters ausgeführt wurden, so soll dass bei allen sein, deren Vater der ewige Gott ist.

 

Wieder einmal hat uns Christus ein Beispiel hinterlassen, damit wir in seinen Fußstapfen wandeln sollen. Wenn es hier darum geht, dass die Werke zuvor bereitet sind dann handelt es sich dabei um den ewigen Ratschluss Gottes. Es lohnt einfach die Schrift nach zuvor zu untersuchen.

 

Durch diejenigen die zu dem neuen, nämlich himmlischen Menschen geschaffen wurden (durch die Zeugung des Vaters 1. Petr. 1,3) werden die Werke ausgeführt, die Gott schon vor aller Zeit zuvor bereitet hat.

 

Herzliche Grüße und Gottes Segen im neuen Jahr(zehnt)

 

Ulrich